Mit vier Medaillen kehrten die Athletinnen und Athleten der LG Olympia von den Deutschen Jugend-Meisterschaften in Rhede zurück. Für den größten Erfolg und die größte Überraschung zugleich sorgte dabei Philippe Grewe im Diskuswurf der männlichen Jugend B. Bereits im zweiten Durchgang ließ er die Scheibe auf 54,75 m segeln und setzte sich auf Rang drei - doch im letzten Versuch legte er nochmal zu.
Mit 55,76 Metern distanzierte er den bis dahin führenden Philipp van Dijck (SC Potsdam) um 21 Zentimeter und sicherte sich so den Titel. Für seinen Trainer Friedrich Barth kam der Sieg nicht ganz so überraschend: "Bereits im Training hat er in den letzten Wochen Weiten zwischen 57 und 59 Metern geworfen," verriet der Coach des 16jährigen Werfers. Auch im Kugelstoß ging Philippe an den Start, hier wurde er mit 15,66 m Neunter.Herausragend war auch der Auftritt von Nora Bäcker im Hürdensprint der A-Jugend. Schon im Zwischenlauf steigerte sich die 19jährige auf 13,76 Sekunden und konnte mit viel Selbstbewusstsein zum Finale antreten. Dort touchierte sie zwar eine Hürde leicht, ließ sich jedoch nicht beirren erkämpfte in erneuter Bestzeit von 13,74 Sekunden die Vizemeisterschaft. "Nora konnte nach ihrem starken Zwischenlauf mit der nötigen inneren Ruhe locker antreten, und das zahlte sich aus," sagte Trainer Uli Kunst. Mit 14,78 Sekunden hinterließ auch Laura Schnittker im Zwischenlauf einen guten Eindruck. Zuvor waren Ann-Kathrin Schreyer (15,22 Sek.) und Jacqueline Peter (16,20 Sek.) in den Vorläufen ausgeschieden. [leichtathletik.tv]
Schon vor zwei Jahren war Katharina Grompe die schnellste deutsche W14-Schülerin über 100 Meter. Doch dann musste sie wegen eines Ermüdungsbruchs im Fuß fast ein ganzes Jahr aussetzen und meldete sich in diesem Jahr als B-Jugendliche eindrucksvoll zurück. Die langbeinige, durch LGO-Coach Marcus Hoselmann betreute Sprinterin zählte schon nach den 200-Meter Vorläufen (24,61 Sek.) zu den Medaillenanwärterinnen. Im Finale stürmte sie auf den zweiten Platz, und mit einer tollen zweiten Hälfte verteidigte sie ihr "Silber" verbissen bis ins Ziel. Mit 24,30 Sekunden verbuchte sie eine neue Bestzeit und verbesserte ihren eigenen Kreisrekord um über eine Zehntelsekunde. Auch über 100 m am Tag zuvor hinterließ sie einen sehr guten Eindruck. Mit 12,13 Sek. lief sie auch hier zu einer neuen Bestzeit, trat aber zum Halbfinale nicht mehr an, um sich für ihren 200 Meter-Einsatz zu schonen. [leichtathletik.tv]Nora Bäcker und Katharina Grompe hatten zudem großen Anteil an einer weiteren Silbermedaille. Beide gaben auf den ersten beiden Teilstrecken im 4 x 100 Meter -Finale gegen die favorisierten Mädchen aus Münster keinen Zentimeter Boden preis und bis zur Mitte der Zielkurve hatten sie die Nase knapp vorn. Ina Mannebach leistete der läuferisch stärkeren Ratio-Sprinterin Maren Silies harten Widerstand, musste sie aber passieren lassen. Nach einem hervorragenden Rennen von Schlussläuferin Stefanie Pähler konnte das Quartett mit erstklassigen 46,35 Sekunden zusammen mit Laura Schnittker und Jacqueline Peter die Vizemeisterschaft bejubeln. Laura und Jacqueline sorgten im Vorlauf mit Nora und Stefanie in 47,53 Sekunden für den Einzug ins Finale. "Unsere Staffeln sind inzwischen so oft angetreten, dass es kein großes Risiko war, zwei Mädchen gegenüber dem Vorlauf auszutauschen. Inzwischen kann bei uns jede und jeder wechseln,“ erklärte Kunst.
"Ich freue mich, dass ich wieder die 12 Sekunden unterboten habe und bin keineswegs enttäuscht," erklärte Stefanie Pähler nach dem 100-Meter-Finale, das sie in 11,93 Sekunden auf Platz 5 abschloss. Nur 5/100 fehlten ihr an "Bronze". "Nach einer langen kräftezehrenden Saison war nicht mehr zu erwarten, und Stefanie hat erneut eine Klasseleistung geboten," rückte Uli Kunst ihre Leistung ins rechte Licht. Dass sie den internationalen Berufungen der vergangenen Wochen Tribut zollen musste - Stefanie nahm an der U18-WM in Brixen (Italien) und der U20-EM in Novi Sad (Serbien) teil - war schon nach dem Start deutlich zu erkennen, als die noch 15jährige nur schwer in Schwung kam. [leichtathletik.tv]Janina Balke bestätigte über 400 Meter der A-Jugend, dass sie zu den größten deutschen Langsprinttalenten gehört. Zwar konnte sie in den Kampf um Edelmetall nicht eingreifen, verteidigte aber auf der Zielgeraden erfolgreich ihren fünften Platz in 55,87 Sekunden. [leichtathletik.tv]
Der B-Jugendliche Pablo Nolte war gleich in zwei Entscheidungen vertreten. Im Diskuswurf gelangen ihm im vierten Versuch gute 52,72 Meter, die am Ende Platz Sieben bedeuteten. Dabei ließ er unter anderem den U18-WM-Teilnehmer Benedikt Stienen (LAC Veltins Hochsauerland) hinter sich. Im Speerwurf kam er mit seinem Wurf von 58,16 m bis auf rund zwei Meter an seine Bestmarke heran. Das brachte ihm mit Rang 8 eine weitere Endkampfplatzierung ein.
Ina Mannebach, die sich erst in letzter Minute für die DJM qualifizierte, drang mit 200 m-Bestzeit von 25,37 Sekunden in das B-Finale der A-Jugend vor, das sie als Sechste abschloss (25,39 Sek.). Der A-Jugendliche Florian Wolter lief im Vorlauf über 1500 m ein tolles Rennen. Mit 4:01,26 Min. verbesserte er seine Bestzeit um 65 Hundertstel. Im Hochsprung landete Lisa Schüler nach übersprungenen 1,68 m auf dem 9. Platz. Im Weitsprung kam Lisa Kurschilgen nicht über 5,69 m (Rang 14) hinaus. Marigona Ahmataj kam im Diskuswurf mit 38,72 m (Rang 15) nah an ihre Bestleistung heran.
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