Manuel Sanders
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Manuel Sanders holt in Berlin DM-Gold über 400 Meter!

Bei den Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen, die am vergangenen Wochenende im Berliner Olympiastadion ausgetragen wurden, hat Manuel Sanders überraschend die Goldmedaille über 400 Meter gewonnen. Bereits im Vorlauf lief er mit persönlicher Bestzeit von 46,39 Sekunden die schnellste Zeit aller Teilnehmer. Im Finale pulverisierte er dann seinen Hausrekord und steigerte sich um über eine halbe Sekunde auf 45,86 Sekunden und sicherte sich damit den DM-Titel vor Marvin Schlegel (LAC Erdgas Chemnitz) und Tobias Lange (TSV Bayer 04 Leverkusen). Darüber hinaus gab es in Berlin vier weitere Top-Ten-Platzierungen für das LGO-Team.

Manuel Sanders sorgte bei der DM, die im Rahmen der "Finals 2019" zusammen mit den nationalen Titelkämpfen in neun weiteren Sportarten ausgetragen wurden, für das Highlight aus LGO-Sicht. Im Vorlauf über 400 Meter der Männer verbesserte er seine persönliche Bestzeit, die er im vergangenen Jahr bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg aufgestellt hat, um sechs Hundertstelsekunden auf 46,39 Sekunden. Damit gewann er seinen Vorlauf und zog mit der schnellsten Zeit aller Läufer ins Finale ein. Dort startete er auf Bahn 4 und kam als Dritter auf die Zielgerade. Dort zündete er den Turbo, überholte Patrick Schneider (LAC Quelle Fürth) und Marvin Schlegel und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Mit 45,86 Sekunden blieb er als erster Deutscher in diesem Jahr unter der 46-Sekunden-Marke. Gegenüber leichtathletik.de sagte er anschließend: "Ich wusste, dass es schnell werden kann heute. Aber mit einer Medaille habe ich nicht geliebäugelt." Nicht so gut lief es dagegen für Torben Junker. Der amtierende Deutsche Hallenmeister kämpfte nach den IAAF World Relays mit Achillessehnenproblemen und konnte fünf Wochen lang nur alternativ trainieren. So steigerte er zwar in Berlin seine Saisonbestzeit auf 47,42 Sekunden, doch verpasste er das Finale als Neunter knapp um zwölf Hundertstelsekunden.

Auch Christina Honsel hatte sich die Meisterschaften im Olympiastadion anders vorgestellt. Drei Wochen nach dem Gewinn der Silbermedaille bei den U23-Europameisterschaften in Gävle (Schweden) wollte sie auch hier eine Medaille holen. "Beim Einspringen hatte ich nicht nur ein gutes Gefühl, sondern auch meine Trainerin Brigitte Kurschilgen sagte, dass nichts mehr zu verbessern sei. Aber als dann der Wettkampf begann, passte gar nichts mehr," erzählte sie später der Dorstener Zeitung. Und so musste sie sich mit übersprungenen 1,80 Meter und Platz 5 begnügen. Für eine Medaille hätte sie mindestens 1,84 Meter hoch springen müssen.

Über 1500 Meter der Frauen fielen die Vorläufe aus, so dass U20-Athletin Verena Meisl mit frischen Beinen ins Finale ging. Das zahlte sich aus, denn die 18-Jährige steigerte ihre erst eine Woche alte Bestzeit von der Jugend-DM in Ulm, wo sie Silber in der U20 gewann, um über drei Sekunden auf starke 4:22,95 Minuten und lief damit auf Platz 6. Mit Linn Kleine startete eine weitere Jugendliche im Olympiastadion. Sie trat über 5000 Meter an und lief damit ihr drittes Rennen über diese Distanz innerhalb von 15 Tagen. Schon im Vorfeld sagte sie auf der Pressekonferenz der LGO, es sei eine Ehre für sie, im Feld der "Großen" vor dieser Kulisse im Olympiastadion laufen zu dürfen. Am Ende belegte sie in dem großen Teilnehmerfeld von 26 Läuferinnen in 16:42,96 Minuten Platz 14. Der Sieg ging an Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen), die in 14:26,76 Minuten den 20 Jahre alten deutschen Rekord um über fünfzehn Sekunden verbesserte.

Bei den Männern starteten über die gleiche Distanz mit Steffen Baxheinrich und Maximilian Feist gleich zwei LGO-Athleten. Steffen Baxheinrich löste seine Aufgabe im Vorlauf gut und zog nach 3:49,86 Minuten als Fünftplatzierter ins Finale ein. Dort kam es zu einem taktischen Rennen, in dem Steffen Baxheinrich am Ende in 3:59,05 Minuten Platz 10 belegte. Für Maximilian Feist war nach 3:55,88 Minuten im Vorlauf leider Endstation. Steven Orlowski erfuhr erst zwei Tage vor der Anreise nach Berlin, dass er über die vom DLV neu eingeführte Nachrückerregelung über 5000 Meter bei der DM starten darf. Zwar konnte er verletzungsbedingt in den vergangenen Wochen nicht allzu viel trainieren, doch wollte er sich die Möglichkeit, im Olympiastadion vor über 34.000 Zuschauen zu laufen, nicht nehmen lassen. Er belegte nach 14:51,90 Minuten Platz 22. Auch Constantin Feist bekam erst am Mittwoch vor den Titelkämpfen "grünes Licht" vom DLV für einen Start über 3000 Meter Hindernis. Er steigerte seine persönliche Bestzeit um sechs Sekunden auf 9:20,18 Minuten und wurde damit Sechzehnter.

Im Stabhochsprung der Frauen bekam Zoe Jakob als Nachrückerin die Gelegenheit Erfahrungen im starken Feld der Aktiven zu sammeln. Dabei testete sie härtere Stäbe als in den bisherigen Wettkämpfen. Das funktionierte in Berlin zunächst zwar nur bedingt, doch konnte sie sich gegenüber den Deutschen Jugend-Meisterschaften eine Woche zuvor, wo sie sich mit 3,70 Meter und Platz 6 zufrieden geben musste, um 21 Zentimeter auf 3,91 Meter steigern. Das reichte am Ende für Platz 12. Den gleichen Platz belegte auch die 4 x 100 Meter-Staffel der Frauen. In ihrem ersten Rennen der Saison erzielten Elayna Krisch, Marilena Scharff, Nina Braun und Lea Kurdelbaum auf der Innenbahn 46,47 Sekunden. Nina Braun wäre außerdem gerne auch im Einzel über 100 Meter gestartet, doch trotz erfolgter Meldung als mögliche Nachrückerin und zahlreichen vor der DM bekannten verletzungsbedingten Absagen anderer Sprinterinnen verwehrte der DLV der U23-EM-Teilnehmerin einen Einzelstart auf der blauen Bahn des Olympiastadions.

Der Gold-Lauf von Manuel Sanders im Video:

Manuel Sanders im Interview:

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