Mohamed Mohumed (Foto: Iris Hensel)
Mohamed Mohumed (Foto: Iris Hensel)

Mohamed Mohumed und Henrik Krause holen Gold bei Hallen-DM!

Zwei Goldmedaillen, eine Bronzemedaille, dazu drei weitere Top-Acht-Plazierungen gab es für das Team der LG Olympia bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in der heimischen Helmut-Körnig-Halle. Dabei sorgte Langsprinter Henrik Krause wohl für die größte Überraschung der Titelkämpfe - er gewann Gold über 400 Meter der Männer. Mohamed Mohumed, der sich im vergangenen August den Freiluft-Titel über 5000 Meter sicherte, gewann nun auch Gold über 3000 Meter der Männer unter dem Hallendach. Bronze ging über 400 Meter der Frauen an Brenda Cataria-Byll.

Erst am Dienstag vor den Deutschen Hallen-Meisterschaften hat sich entschieden, dass Henrik Krause überhaupt bei den Titelkämpfen teilnehmen darf. Mit 12 Athleten war das Teilnehmerfeld bereits voll, doch dann sagte Patrick Schneider seinen Start verletzungsbedingt ab, so dass Henrik Krause nachrücken konnte. Der Schützling von Thomas Kremer hat in diesem Winter eine enorme Entwicklung nach vorn gemacht, steigerte seine persönliche Bestzeit von 48,84 um genau eine Sekunde auf 47,84 Sekunden. Im Halbfinale dann am Samstagmittag steigerte er sich dann erneut, gewann seinen Vorlauf in 47,19 Sekunden und qualifizierte sich damit sicher für das Finale der besten Sechs. Alles was dann folgen sollte, war die Kür. Doch Henrik Krause nutzte taktische Fehler seiner Konkurrenten aus, zog auf der Innenbahn an Constantin Preis (VfL Sindelfingen) vorbei und gewann völlig überraschend in starken 47,03 Sekunden die Goldmedaille.

Die Bahn in der Helmut-Körnig-Halle kennt Mohamed Mohumed bestens von vielen Trainingseinheiten. Daher war der 3000-Meter-Lauf in vertrauter Umgebung ein „Heimspiel“ für ihn, und er nutzte seine Chance. In einem fulminanten Spurt, bei dem er die letzten 1.000 Meter in 2:28 Minuten und die abschließenden 200 Meter in 28 Sekunden zurücklegte, sicherte er sich den Titel in 8:10,05 Minuten vor Marcel Fehr (LG Filstal / 8:10,59 Min.) und Nils Voigt (TV Wattenscheid 01 / 8:12,46 Min.). Nach seinem 5000-Meter-Erfolg im vergangenen Jahr bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig war es für Mohamed Mohumed bereits der zweite DM-Titel bei den Erwachsenen. „Ich habe vor dem Rennen gemerkt, dass es in der Halle aufgrund der plötzlich gestiegenen Außentemperaturen zu warm ist, sodass ich beschlossen habe, nicht die Norm für die Hallen-EM anzugreifen und erst hinten heraus anzuziehen. Heute war das für mich das erste Hallen-Rennen in dieser Saison, nachdem ich Ende vergangenen Jahres an Corona erkrankt war. Dadurch hatte ich eine längere Pause, weil ich zwölf Tage nicht trainieren konnte. Daher fehlt noch etwas an meiner Topform", erklärte der Schützling von LGO-Trainer Pierre Ayadi. Im gleichen Rennen lief Elias Schreml in 8:27,15 Minuten auf Rang 9.

Über 400 Meter der Frauen zeigte sich die Vorjahresjugendliche Brenda Cataria-Byll noch einmal stark verbessert. Bereits im Vorlauf erzielte sie schnelle 53,84 Sekunden und zog über die Zeitregel ins Finale ein. Dort lief die 19-Jährige ein mutiges Rennen und kämpfte bis zum letzten Meter. Das wurde mit neuer persönlicher Bestzeit von 53,69 Sekunde sowie dem Gewinn der Bronzemedaille hinter Corinna Schwab (LAC Erdgas Chemnitz; 52,79 Sek.) und Laura Müller (SV Go! Saar 05; 53,45 Sek.) belohnt. „Ich selbst hatte mir keine Chancen ausgerechnet, es aufs Podium zu schaffen. Meine beiden Trainer Thomas Czarnetzki und Thomas Kremer haben mir das tatsächlich zugetraut, da sie mit mir an vielen Bausteinen gearbeitet haben und sich daher ausgerechnet haben, was hier für mich möglich ist. Dass es jetzt geklappt hat, hätte ich nie gedacht“, sagte die überglückliche Dortmunderin.

Verena Meisl versuchte lange das hohe Tempo der Führungsgruppe mitzugehen. Etwa 400 Meter vor dem Ziel musste sie dann abreißen lassen und lief letztendlich in 4:22,90 Minuten auf Rang 6. „Ich wusste, dass die ersten vier Läuferinnen deutlich bessere Zeiten laufen als wir anderen vier. Sie konnten sich auch immer wieder absetzen und mit diesem Wissen im Hinterkopf ist die Lücke dann auch aufgegangen, weil ich wusste, dass ich nicht die ganze Zeit mit ihnen mitlaufen kann“, erklärte Verena Meisl anschließend im Interview mit der WAZ. Patricia de Graat ging das Tempo ebenfalls lange mit, musste aber etwas früher abreißen lassen und sich am Ende mit dem achten Platz zufrieden geben. Der Westfalenpost sagte sie anschließend: „Das war gar nix, ich habe mich deutlich unter Wert verkauft und eine Erklärung dafür habe ich noch nicht.“ Über die gleiche Distanz der Männer erzielte Maximilian Feist als Siebter 3:55,48 Minuten.

Lilly Kaden, die sich in dieser Hallensaison bereits auf schnelle 7,36 Sekunden verbessern konnte, schoss beim ersten Startversuch etwas zu schnell aus den Blöcken. Glück für sie, dass die Kampfrichter sie lediglich mit der gelben Karte verwarnten. Im zweiten Versuch wollte Lilly dann nichts riskieren und hielt sich ein wenig zurück. Dennoch erzielte sie gute 7,40 Sekunden und landete damit in der Gesamtwertung auf Platz 13.

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