Dr. Manfred Poerschke mit seiner Frau Burghild
Dr. Manfred Poerschke mit seiner Frau Burghild

Dr. Manfred Poerschke feiert 85. Geburtstag

Die meisten schätzen ihn deutlich jünger ein. An 85 Jahre denkt jedoch niemand. Diesen Geburtstag feiert am heutigen Dienstag Dr. Manfred Poerschke bei bester Gesundheit. „Für mein Alter fühle ich mich noch topfit. Hoffentlich bleibt das noch einige Jahre so,“ wünscht sich der ehemalige Viertelmeiler des OSV Hörde.

Obwohl Dr. Poersches sportliche Glanztaten schon über 60 Jahre zurückliegen, würde er mit seinem früheren Leistungspotential heute immer noch mit der deutschen Spitzenklasse Schritt halten können. Schließlich kann man von den Zeiten, die damals auf Aschenbahnen erzielt wurden, über 400 Meter rund eine Sekunde abziehen. Auch die früheren Spikes mit den langen Dornen haben mit den heutigen High-Tech-Produkten nur noch wenig gemeinsam. Trotzdem brachte es Dr. Manfred Poerschke auf Bestzeiten von 10,7 Sekunden über 100 m, 21,4 Sekunden über 200 m, 47,0 Sekunden über 400 m und 1:52,2 Minuten über 800 m.

Seinen größten Erfolg feierte der frühere Langsprinter, der Dortmund immer die Treue hielt, am 30. Juni 1957 in Berlin, als er über 400 Meter in einem mitreißenden Rennen in 47,5 Sekunden den Olympiasiegervon Melbourne, David Jenkins, schlug. Wenn Dr. Manfred Poerschke, der dreimal in Folge beim Berliner ISTAF den 400 Meter-Lauf gewann, von diesem Überraschungssieg berichtet, glänzen immer noch seine Augen. Dabei können sich auch seine anderen Erfolge sehen lassen. So belegte der 21-fache Länderkampf-Teilnehmer mit der deutschen 4 x 400 Meter-Staffel bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne den vierten Platz. Internationales Edelmetall holte er sich bei den Europameisterschaften 1958 in Stockholm, als er zusammen mit Carl Kaufmann, Karl-Friedrich Haas und Johannes Kaiser über 4 x 400 Meter auf den Silber-Rang kam.

Der frühere deutsche Juniorenmeister (1955) ist stolz darauf, ein „Eigengewächs“ des damaligen OSV Hörde gewesen zu sein. Mit dem Verein, der in den 50iger und 60iger Jahren zu den erfolgreichsten deutschen Leichtathletik-Vereinen zählte, erzielte er 1957 über 4 x 400 Meter ausgezeichnete 3:08,9 Minuten. Diese Zeit markierte damals einen neuen Weltrekord für Vereinsstaffeln.

1961 bestritt Dr. Manfred Poerschke seinen letzten Länderkampf. Dennoch verlor er anschließend nicht den Kontakt zur Leichtathletik, denn er engagierte sich 18 Jahre lang als Trainer für den OSV Hörde und den Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen. Den Ehrgeiz, den er auf der Laufbahn demonstrierte, bewies er später auch im Berufsleben. Als „Spätberufener“ studierte er zunächst an der Pädagogischen Hochschule Dortmund. Anschließend promovierte er im Fach Erziehungswissenschaften. In seinen letzten 20 Berufsjahren war Dr. Manfred Poerschke Leiter einer Fachschule.

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