Foto: BEAUTIFUL SPORTS/KJPeters
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Europameisterin Rebekka Haase im Rampenlicht

Staffel-Europameisterin Rebekka Haase ist die wohl heißeste Anwärterin auf dem Sieg über 60 Meter beim diesjährigen Sparkassen Indoor Meeting in Dortmund am 12. Februar. Die mehrfache Deutsche Meisterin bringt aus dem vergangenen Jahr nicht nur zwei internationale Medaillen mit und war eine der Hauptdarstellerinnen des Sprint-Sommermärchens der EM in München, sondern auch eine Geschichte, die von vielen mentalen und harten Kämpfen mit sich selbst, mit denen sie anderen Menschen Mut machen möchte.

Es gibt Jahre, die sind Scheidepunkte im Leben eines Menschen. Unvergesslich, intensiv und sehr besonders. Sprinterin Rebekka Haase erlebte 2022 so ein Jahr. Noch in der Halle sagte die Athletin des Sprintteam Wetzlar jeden Wettkampf ab, bevor sie dann im Sommer die beste Saison ihres Lebens erlebte. Bronze mit der Staffel bei der WM in Eugene (USA), Gold bei der Heim-EM im ausverkauften Olympiastadion in München. Gänsehaut und ein Moment, der nicht nur für ewig bleibt, sondern der zu Beginn des Jahres schier unmöglich schien.

Denn, was bis dato nur wenige Menschen wussten: Rebekka Haase kämpfte jahrelang mit Depressionen, sagte aus diesem Grund auch die Hallensaison 2022 ab. Eine Depression, die sie erstmals vor der EM in München im vergangenen August öffentlich machte. „Ich habe mich auf der Bahn nie wohl gefühlt. Ich wollte mich eigentlich lieber verstecken, wollte nicht gesehen werden. Aber so kann man keine Leistung bringen“, sagte die 30-Jährige.

Die mehrfache Deutsche Meisterin holte sich Hilfe, arbeite an sich und erlebte die goldenen Tage von München daher auch noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive: „Ich konnte das Rennen im Olympiastadion so genießen“, sagt sie. „50.000 Menschen waren da und haben uns mit zu Gold getragen. Früher hätte ich mich da lieber versteckt. Heute genieße ich die Aufmerksamkeit.“ Mit ihrer Geschichte will sie vor allem auch dem Nachwuchs Mut machen. „Nicht jeder wird als Rampensau geboren“, sagt sie. „Aber das Gute ist: Wir können uns entwickeln.“

Mit diesem Selbstvertrauen ist Rebekka Haase auch in Dortmund die große Favoritin auf den Sieg über 60 Meter in der Helmut-Körnig-Halle. Ein Spaziergang wird der Wettkampf dennoch nicht. Aus Leverkusen ist die Hallen-EM-Siebte Jennifer Montag am Start, aus Barbados kommt Olympia-Teilnehmerin Tristan Evelyn und mit Sarah Atcho ist eine schnelle Schweizerin dabei, die mit der Staffel bei der WM 2022 auf Platz sieben sprintete.

Zurück auf der Bahn ist nach überstandener Verletzung auch die Dortmunderin Lilly Kaden. Die U23-Europameisterin musste im letzten Sommer ihre WM-Teilnahme kurzfristig verletzungsbedingt absagen und blickt jetzt voller Tatendrang auf das nun anlaufende WM-Jahr.

Tickets für das Indoor Meeting Dortmund am 12. Februar gibt es wie gewohnt über www.ticketmaster.de und an allen an das TM-System angeschlossenen Vorverkaufsstellen. Stehplatzkarten kosten 10 Euro, Sitzplätze gibt es in zwei Kategorien (15/25 Euro).

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