Mohamed Mohumed
Mohamed Mohumed

Mohamed Mohumed pulverisiert 5000 Meter-Bestleistung beim PUMA Jump'n'Run

Eine Woche nach den deutschen Meisterschaften in Braunschweig präsentierte die LG Olympia Dortmund im Dortmunder Stadion Rote Erde das PUMA Jump'n'Run Meeting. Unter den 900 Sportlerinnen und Sportler befanden sich zahlreiche Spitzenathleten aus dem In- und Ausland. Corona stellt einiges auf den Kopf. Normalerweise hätte ein Veranstalter für solch eine Besetzung schon einige Antrittsgelder und Siegprämien locker machen müssen, doch in Dortmund starteten bis auf die Pacemaker alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Nulltarif. Die Aussicht auf eine neue persönliche Jahresbestleistung war den meisten Ansporn genug.

Einen besseren Schlusspunkt hätte sich die LG Olympia Dortmund nicht wünschen können. Lokalmatador Mohumed Mohamed lief über 5000 Meter die letzten vier Runden wie entfesselt und verbesserte mit erstklassigen 13:24,46 Minuten als sicherer Sieger vor Jonas Raess (Schweiz, 13:26,01 Min.) und Samuel Fitwi (LG Vulkaneifel, 13:35,56 Min.) die deutsche Jahresbestleistung von Maximilian Thorwirth (SFD 75 Düsseldorf-Süd) gleich um 10,36 Sekunden. Sebastian Hendel (LG Braunschweig) und Maximilian Thorwith, der gut eine Stunde vorher bereits über 1500 Meter mit 3:40,91 Minuten seine zweitbeste Zeit über diese Distanz erzielte, machten bis 3000 Meter (8:08 Min.) Tempo. Der Fahrplan war ausgelegt auf eine Zeit um 13:30 Minuten.

Mohumed Mohamed legte die letzten Meter wie im Rausch zurück. „Ich habe mit solch einer Zeit ein wenig geliebäugelt, aber ich habe sie vorher nicht in den Mund genommen, denn ich wollte mir vor dem Rennen nicht allzu viel Druck machen,“ erklärte der überglückliche Schützling von Dortmunds Coach Pierre Ayadi. Die Deutschen Meisterschaften vor einer Woche in Braunschweig haben ihn wegen der Hitze mehr zugesetzt, als er zunächst vermutet hatte. Daher musste er sein Training in den letzten Tagen zurückschrauben. „Umso mehr freue ich mich, dass ich bei so einem tollen Meeting eine so tolle Zeit gelaufen bin - und das in Dortmund.“ Sein jüngerer Bruder Yassin gab sein Debüt über die 5000 Meter-Distanz und überzeugte durch starke 14:30,44 Minuten. Damit erfüllte er ebenso die Norm für die Deutschen Jugend-Meisterschaften wie Clemens Erdmann, für den 15:28,43 Minuten gestoppt wurden.

Eine Woche nach ihrem souveränen 5000 Meter-Titelgewinn in Braunschweig in 16:08,33 Minuten wollte Alina Reh (SSV Ulm 1846) in Dortmund „nur“ am 1500 Meter-Lauf teilnehmen, weil für sie einen Tag in Leverkusen ein Meilenlauf auf dem Plan stand. Die frühere zweifache U20-Europameisterin dominierte bei ihrem Ausflug auf die Mittelstrecke in 4:15,78 Minuten klar vor der Niederländerin Britt Ummels (4:22,15 Min.) und Lea Meyer (VfL Löningen, 4:25,95 Min.) und blieb dabei nur knapp über ihrem bisherigen Hausrekord. In der weiblichen Jugend U18 konnte Louisa Hassel ihre persönliche Bestzeit auf 4:39,11 Minuten verbessern.

Die gute Besetzung über 1500 Meter der Männer versprach ebenfalls ein schnelles Rennen. Entsprechend hoch war das Tempo. Marius Probst (TV Wattenscheid 01), der 3:39,74 Minuten Anfang August in Pfungstadt und bei seinem sicheren Titelgewinn in Braunschweig 3:52,48 Minuten erzielt hatte, absolvierte ein starkes Rennen und kam als Zweiter hinter dem Briten Josh Lay (3:38,18 Min.) in 3:38,60 Minuten seiner persönlichen Bestzeit recht nahe. Viel hatte sich auch Maximilian Thorwirth (SFD 75 Düsseldorf-Süd) vorgenommen. Nach seinem 1500 Meter-Lauf in respektablen 3:40,91 Minuten stelle er sich noch als Tempomacher im 5000 Meter-Lauf zur Verfügung. „Eine großartige Veranstaltung. Da übernehme ich die Zusatzaufgabe gerne,“ sagte der Deutsche Hallenmeister. Auf Platz 8 im A-Lauf konnte sich auch LGO-Läufer Maximilian Feist nach 3:42,53 Minuten über eine neue Bestzeit freuen. Dahinter erzielten Elias Schreml 3:44,94 und Steffen Baxheinrich 3:47,17 Minuten.

Im 800 Meter-Lauf der Männer wurde eine Zeit von 1:46,00 Minuten angepelit. Bei der 400 Meter-Zwischenmarke befand sich mit 52,0 Sekunden noch im Fahrplan. Anschließend wurde das Tempo jedoch deutlich langsamer, sodass sich Julian Ranc (Frankkreich) als Sieger vor Tony van Diepen (Niederlande, 1:49,38 Min.) mit 1:48,72 Minuten begnügen musste. Der 22-jährige Franzose, der eine persönliche Bestzeit von 1:47,71 Minuten zeigte sich daher enttäuscht: „Durch den Regen wurde der Lauf über eine Stunde nach hinten verschoben. Dadurch fehlte mir ein wenig die Spannung. Ansonsten hat mir die Veranstaltung aber recht gut gefallen.“ Maximilian Sluka (Hallesche Leichtathletikfreunde) gefiel als schnellster Deutscher in 1:50,55 Minuten, womit der Vierte der U20-EM im Bereich seiner persönlichen Bestzeit von 1:49,08 Minuten blieb. Für die beiden LGO-Läufer Lasse Funck und Hannes Fahl wurden hier 1:54,24 und 1:55,52 Minuten gestoppt.

Die 800 Meter der Frauen entschied Sarah Schmidt (TSV Bayer 04 Leverkusen) in 2:06,19 Minuten vor LGO-Läuferin Verena Meisl, die ihre persönliche Bestzeit auf 2:06,53 Minuten drückte, für sich. Dahinter konnte auch Patricia de Graat in 2:08,23 Minuten einen neuen Hausrekord verzeichnen. Über 2000 Meter Hindernis der männlichen Jugend verpasste Noah Boeck mit 6:34,14 Minuten die Qualifikation für die Deutschen Jugend-Meisterschaften in Heilbronn nur knapp. Im Lauf der weiblichen Jugend trat die U20-Europameisterin von 2017, Lisa Oed, außer Wertung an und entschied den Lauf in 6:42,06 Minuten für sich.

Bevor der heftige Schauer auf das Stadion Rote Erde niederging und die Veranstaltung wegen der Wassermassen eine Stunde unterbrochen werden musste, konnte noch das 100 Meter-Finale der Männer ausgetragen. Luis Brandner (LAC Erfurt) ließ sich durch die herannahenden Regenwolken nicht irritieren und konnte als Sieger mit erfreulichen 10,36 Sekunden seine persönliche Bestleistung von Regensburg einstellen. Sein Teamkollege Julian Wagner zeigte sich bei dem Lauf, bei dem ein Rückenwind von 1,5m/s mit seiner neuen Jahresbestzeit von 10,40 Sekunden ebenfalls zufrieden. Glücklich war auch Georg Fleischhauer (LG Eintracht Frankfurt), der sich im Vorlauf bereits von 10,80 auf 10,77 Sekunden verbesserte und diese Leistung im Finale mit 10,71 Sekunden noch einmal toppen konnte. Über 100 Meter der weiblichen Jugend stellte LGO-Langsprinterin Anna Hense ihre Bestzeit mit 12,02 Sekunden ein. Dahinter steigerte sich Karolina Haas auf 12,57 Sekunden und auch über 200 Meter war sie mit 25,73 Sekunden schnell wie nie zuvor.

Den Weitsprung der weiblichen Jugend entschied Samira Attermeyer mit 5,72 Meter klar für sich. Auch Till Marburger war im Stabhochsprung der U18 mit 4,70 Meter an diesem Tag nicht zu schlagen. Erfreulich auch die 110 Meter Hürden, wo sich Jannis Kozian auf 15,65 Sekunden verbessern konnte. Im 3000 Meter-Lauf gefiel Henning Albert durch seine neue Bestzeit von 9:04,67 Minuten.

Nach dem erfolgreichen #backontrack-Meeting am 11. Juli erhielten die Verantwortlichen der LG Olympia wieder viel Lob für ihre zweite Veranstaltung, die sie unter Corona-Bedingungen vorbildlich durchgeführt haben. „Ich war überrascht, wer sich für die Veranstaltung alles gemeldet hat. Solch eine hohe Teilnehmerzahl hatten wir im Stadion Rote Erde schon lange nicht mehr,“ befand Nachwuchs-Bundestrainer und Mit-Organisator Pierre Ayadi.

„Wir haben unser Puma Jump'n'Run Meeting vor allem auch für unsere Nachwuchsathletinnen und -athleten durchgeführt. Wenn wir denen nicht entsprechende Wettkampfangebote präsentieren, laufen wir Gefahr, dass sie uns langfristig verloren gehen. Da das Corona-Thema uns eventuell noch im kommenden Jahr begleiten wird, wollten wir mit unseren beiden Veranstaltungen unter den strengen Sicherheits und Hygienebedingungen eine Marke setzen, die neben dem PSD Bank Indoor Meeting den guten Ruf der Dortmunder Leichtathletik im DLV weiter festigt bzw. ausbaut,“ erklärte der Vorsitzende der LG Olympia Dortmund Michael Adel.

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