Yassin Mohumed (Foto: Beautiful Sports)
Yassin Mohumed (Foto: Beautiful Sports)

Yassin Mohumed läuft auch über 3000 Meter U20-EM-Norm!

Bei der Merck-Laufgala im hessischen Pfungstadt gingen gleich 15 Läuferinnen und Läufer der LG Olympia an den Start und kehrten mit zahlreichen Klasseleistungen nach Dortmund zurück. Allen voran Yassin Mohumed, der sich über 3000 Meter gegenüber seinem Saisondebüt vor drei Wochen in Pliezhausen stark verbessert zeigte. Er lief ein sehr gleichmäßiges Rennen und verpasste mit 8:16,16 Minuten seine persönliche Bestzeit aus dem Vorjahr nur knapp, erfüllte jedoch als erster DLV-Athlet die Norm für die U23-Europameisterschaften (15. bsi 18. Juli in Tallinn/Estland) auf dieser Distanz.

Sein älterer Bruder Mohamed Mohumed setzte sich im Rennen über 1500 Meter nach dem Start direkt hinter den Tempomacher. Seine Durchgangszeiten waren moderat, so dass Mohmaed nach dem Ausscheiden des Pacemakers ab 1000 Meter die Führung übernahm. Trotz schnellen letzten 500 Metern musste er allerdings im Schlussspurt den mehrfachen deutschen Meister und ehemaligen WM-Fünften Homiyu Tesfaye und dem Australier Sam Blake knapp den Vortritt lassen. Mit 3:38,51 Minuten konnte Mohmaed Mohumed seine Bestzeit aus dem Vorjahr um knapp vier Zehntelsekunden verbessern und blieb damit ein weiteres Mal unter der Norm für die U23-EM. „Super Ergebnisse der beiden Brüder in Pfungstadt. Besonders das couragierte Auftreten von beiden hat mir gefallen. Man merkt, dass nun langsam durch die Starts im Mai wieder Wettkampfroutine entsteht, nachdem Mo nur ein Rennen (Anm.: Hallen-DM) und Yassin sogar gar kein Rennen seit der letzten Sommersaison absolvieren konnte," zeigte sich LGO-Trainer Pierre Ayadi sichtlich zufrieden.

Ebenfalls über 1500 Meter starteten Lucas Schiefer, Lars Franken, Florian Becker, Julius Faure und Luca-Lynn Faßbender. Und es schien so, als sei Lucas Schiefer einer der "Corona Verlierer" der Leichtathletik-Welt geworden: Im Sommer leicht verletzt aus Gießen an die Strobelallee gewechselt und somit ohne relevantes Wettkampfergebnis geblieben, im Winter bei fehlendem Kaderstatus ebenfalls und auch in diesem Frühjahr sah es zunächst alles andere als rosig für ihn aus. Aber es kam anders: "Ich bin so froh und auch etwas stolz, dass ich die Monate einfach durchtrainiert und diszipliniert geblieben bin." Recht hatte er: Er pulverisierte seine Bestzeit um ganze 17 Sekunden auf 3:58,98 Minuten und unterbot damit die geforderte Norm für die Deutschen Jugend-Meisterschaften (30. Juli bis 01. August in Rostock) deutlich. "Ich freue mich riesig für Lucas. Es ist so kostbar zu sehen, dass sich die ehrliche Arbeit auszahlt.", zeigte sich LGO-Trainer Christof Neuhaus gerührt. Während Lars Franken (U18) und Florian Becker (U20) die Langstrecke im Blick haben, zeigten sie im gleichen Lauf wie Lucas Schiefer, dass sie auch über die Unterdistanz ihre Hausaufgaben gemacht haben. Mit 4:15,91 (Lars) und 4:17,83 Minuten (Flo) errangen beide eine deutliche Bestzeit und sehen nur voller Zuversicht ihrem 5000 Meter-Debüt am 12. Juni beim Sparkassen Jump'n'Meeting in der heimischen Roten Erde entgegen. Auch wenn Julius Faure seine Trainingsleistungen noch nicht auf die Pfungstädter Bahn zementieren konnte, erlangte er, der noch dem Jungjahrgang der U18 angehört, wertvolle Erfahrung in einem solch großen Meeting. Luca-Lynn Faßbender war mit ihrer kleinen Bestzeit von 4:58,47 Minuten zwar noch nicht vollständig zufrieden, doch kommt die 16-Jährige immer besser in die Saison.

Nachdem Marie Meyer-Piton am vergangenen Wochenende in Olfen mit Wind und Atemproblemen zu kämpfen hatte, wollte sie es über die gleiche Strecke nur eine Woche später "noch einmal richtig machen". "Die Seitenstiche habe ich heute einfach zu Hause gelassen. Die Quali wollte ich auf jeden Fall laufen und bin so lange in der Gruppe auf unter 11 Minuten geblieben," kommentierte Marie Meyer-Piton ihre bewusst konservative Renntaktik, die sie mit DJM-Norm von 10:47,48 Minuten krönte.

"Bei Karo funktioniert der Plan derzeit ideal!", resümierte Trainer Lars Schelp direkt nach dem Rennen der Viertelmeilerin Karolina Haas (56,78 Sekunden) und die sympathische Schülerin gab auch sogleich den Fahrplan für die nächsten Wochen bekannt: "Wenn jetzt auch wieder längere Läufe anstehen, freue ich mich auch wieder auf eine 800 Meter. Am liebsten am 12. Juni in der heimischen Roten Erde."

Lenny Riebe, der als U16-Landeskader aufgrund der Pandemie bereits frühzeitig schon den Sprung in die U18-U20-Leistungsgruppe um Trainer Christof Neuhaus und Lars Schelp wagte, hakte mit 2:04,96 Minuten nicht nur die Jugend-DM-Norm der U16 samt neuer Bestzeit ab, sondern bewies auch mit starken letzten 100 Metern, dass in taktischen Rennen mit ihm zu rechnen sein dürfte. In seinem zweiten 800 Meterrennen dieser Saison legte Lennart Lindstrot (U20) noch einmal eine "Schüppe" drauf und steigerte seine nur vierzehn Tage alte Bestzeit auf 1:54,66 Minuten. Fabio Heitböhmer, der bereits über die 400 Meter für persönliche Bestzeiten sorgte, lief nun die doppelte Distanz und zeigte mit 1:57,20 Minuten, dass in der U18 mit ihm zu rechnen sein wird.

Ida Lefering und Marie Gövert komplettieren in Pfungstadt das "ideale Tripple": Rennen über 1500, 3000, 800 Meter innerhalb von 21 Tagen und dabei drei Bestzeiten: Während Marie Gövert über die 3000 Meter in Olfen noch ihre starke Grundlage ausspielen konnte, bewies ihre Trainingskameradin Ida Lefering (U18) über die zwei Stadionrunden ihre enorme Unterdistanzstärke und ließ die Uhr mit rund drei Sekunden Bestzeit bei 2:11,37 Minuten stehen. Dies bedeutete Platz 3 der starken U18-Konkurrenz und eine weitere Jugend-DM-Norm für Rostock Ende Juli. Zwei Sekunden Bestzeit und ebenfalls DM-Norm, hier indes für die weibliche U20, bedeuten aber auch die 2:14,42 Minuten von Marie Gövert. "Das ist schwer beeindruckend, was die beiden derzeit auf die Bahn bringen. Wir wussten im Team, dass beide extrem gut und konsequent trainiert haben, aber dieses Tripple Mitte/Ende Mai beeindruckt mich sehr," erklärte Christof Neuhaus im Anschluss. Selbst wenn Celina Koops dem hohen Anfangstempo auf den letzten 200 Metern Tribut zollen musste, bewies sie in einem sehr couragierten Rennen mentale Stärke und zeigte mit 2:22,78 Minuten ihre aufstrebende Form.

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