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Zwei Bronzemedaillen und zahlreiche Bestleistungen bei U16-/U20-DM

Drei Tage lang kämpfte Deutschlands Leichtathletik-Nachwuchs bei den Deutschen Meisterschaften der U16 und U20 im Sportpark Lohrheide in Bochum-Wattenscheid um Titel und Medaillen. Die LG Olympia Dortmund war mit einem großen Team vertreten und durfte sich am Ende über zwei Bronzemedaillen, zahlreiche Finalplatzierungen und viele persönliche Bestleistungen freuen. Vor allem für einen Großteil der U16-Athletinnen und -Athleten war es der erste Auftritt bei Deutschen Meisterschaften – und damit eine wichtige Erfahrung für die weitere sportliche Entwicklung.

Bereits am Freitag sorgte die 4-mal-100-Meter-Staffel der weiblichen U16 für den ersten großen Höhepunkt aus Dortmunder Sicht. Mit Zoe Timusk, Samuela Appiah, Emmanuela Appiah und Hailey Fofara trat das Quartett erstmals in Bestbesetzung an und belohnte sich in 48,20 Sekunden mit der Bronzemedaille. Auch die zweite LGO-Staffel mit Marlene Terbeck, Lieselotte Thiele, Isabell Busch und Philine Wespel zeigte in 50,18 Sekunden einen gelungenen Auftritt.

Am Samstag folgte das zweite LGO-Edelmetall. Karl Luis Eickmeyer blieb über 3.000 Meter der männlichen U20 bis zum Schluss in der Spitzengruppe und sicherte sich nach einem spannenden Rennen in 8:34,98 Minuten die Bronzemedaille. Nur wenige Zehntelsekunden trennten ihn sogar vom zweiten Platz.

Einen großen Leistungssprung zeigte Aik Straub über 800 Meter. Nach einem souveränen Sieg im Halbfinale steigerte er sich im Endlauf auf 1:50,04 Minuten und verbesserte seine persönliche Bestzeit damit um rund eineinhalb Sekunden. In einem hochklassigen Finale bedeutete dies den vierten Platz. Gleichzeitig erfüllte Aik Straub mit seiner Zeit die A-Norm für die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen, die am 25./26. Juli ebenfalls im Sportpark Lohrheide stattfinden.

Auch Jannis Dettner zog mit einem souveränen Halbfinalsieg über 400 Meter in den Endlauf ein. Dort steigerte er seine Saisonbestzeit auf 48,26 Sekunden und belegte ebenfalls einen ausgezeichneten vierten Rang. Theo Gröver stellte sich nur eine Woche nach seinem Gewinn der Bronzemedaille bei der U18-DM bereits der älteren Konkurrenz. Über 1.500 Meter qualifizierte er sich für das Finale und lief dort in persönlicher Bestzeit von 3:59,00 Minuten auf Platz zehn.

Für besondere Spannung sorgte Leon Böddicker in den Sprintentscheidungen. Über 100 Meter erzielte er im Vorlauf mit 10,50 Sekunden die schnellste Zeit des gesamten Feldes, allerdings bei deutlich zu starkem Rückenwind. Im Halbfinale folgte mit regulären 10,66 Sekunden eine persönliche Bestleistung. Der Einzug in das Finale wurde lediglich um zwei Tausendstelsekunden verpasst. Auch über 200 Meter steigerte sich Leon Böddicker auf 21,89 Sekunden und belegte mit derselben Zeit den zweiten Platz im B-Finale.

Die 4 x 100-Meter-Staffel der männlichen U20 musste im Vorfeld mehrere Ausfälle kompensieren. Linus Leiste, Tom Krellmann, Malte Mersmann und Luan Adu lösten diese Aufgabe jedoch sehr überzeugend und brachten den Staffelstab nach 42,73 Sekunden ins Ziel. Im Stabhochsprung überquerten gleich drei LGO-Athleten 4,70 Meter: Simon Konstantin Frey belegte den geteilten sechsten Platz, Tim Behovits wurde Neunter und Julius Schepeler stellte als Zehnter eine neue persönliche Bestleistung auf. Ben Duwenbeck musste leider kurzfristig verletzt auf einen Start verzichten und konnte somit nicht in den Kampf um die Tickets für die U20-WM eingreifen. Gute Besserung, Ben!

Bei den weiblichen U20-Sprinterinnen steigerte Mia Grobbel ihre persönliche Bestzeit über 100 Meter im Vorlauf auf 12,32 Sekunden. Zum Einzug in das Halbfinale reichte es in dem stark besetzten Feld dennoch nicht ganz. Die 4 x 100-Meter-Staffel mit Charlotte Terbeck, Mia Grobbel, Oumou Bah und Mia Lüth verbesserte ihre Saisonbestzeit um vier Zehntelsekunden auf 48,03 Sekunden (Platz 18).

Über 800 Meter zeigten Nortje Dickebohm (2:14,46 Min.) und Mara Peltzer (2:16,60 Min.) gute Rennen in ihren Halbfinalläufen, auch wenn der Sprung ins Finale diesmal ausblieb. Sophie Brinkschröder erreichte über 1.500 Meter eine Zeit von 4:50,87 Minuten, während Isabella Assmann die 400 Meter Hürden in 66,88 Sekunden absolvierte.

Im Dreisprung kam Naemi Arndt auf 11,86 Meter und blieb damit lediglich drei Zentimeter unter ihrer persönlichen Bestleistung. Juna Duwenbeck erreichte im Diskuswurf mit 42,35 Metern den neunten Platz. Nach ihrer Bronzemedaille bei der U18-DM eine Woche zuvor bestätigte sie damit erneut ihre gute Form.

Auch die männliche U16 wusste bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft zu überzeugen. Die 4 x 100-Meter-Staffel mit Vincent Lutz, Phil Marschner, Tom Eichmann und Bastian Tewes steigerte ihre Saisonbestzeit um neun Zehntelsekunden auf 45,08 Sekunden und lief auf einen hervorragenden siebten Platz.

Tom Eichmann verbesserte sich im 100-Meter-Halbfinale auf 11,58 Sekunden und qualifizierte sich für das B-Finale. Dort belegte er in 11,47 Sekunden den zweiten Rang, allerdings bei etwas zu starkem Rückenwind. Vincent Lutz bestritt erst das dritte 300-Meter-Rennen seiner Karriere – und stellte mit 37,75 Sekunden bereits zum dritten Mal eine neue persönliche Bestzeit auf.

Über 300 Meter Hürden fehlte Phil Marschner nur ein Wimpernschlag zu einer Medaille. In persönlicher Bestzeit von 41,61 Sekunden belegte er den vierten Platz und verpasste Bronze lediglich um eine Hundertstelsekunde. Auch über 1.500 Meter Hindernis gab es zwei deutliche Steigerungen: Reto Schmelz verbesserte seine Bestzeit um rund zehn Sekunden auf 4:34,34 Minuten und wurde Vierter. Matthes Urner steigerte sich ebenfalls um etwa zehn Sekunden und erreichte nach 4:44,86 Minuten auf Platz 14 das Ziel.

Im 100-Meter-Halbfinale erreichte Samuela Appiah mit etwas zu starken Rückenwinds 12,68 Sekunden. Emmanuela Appiah hatte weniger Glück mit den Bedingungen: Unmittelbar vor ihrem Lauf drehte der Wind, sodass sie bei ordentlichem Gegenwind dennoch beachtliche 12,85 Sekunden erzielte. Über 80 Meter Hürden lief sie 12,21 Sekunden, blieb damit nur rund zwei Zehntelsekunden über ihrer Bestleistung und verpasste das Finale um lediglich sieben Hundertstelsekunden. Hailey Fofara kam über 300 Meter Hürden nach 47,87 Sekunden ins Ziel und blieb ebenfalls nur rund zwei Zehntelsekunden über ihrer persönlichen Bestmarke.

Mit zwei Bronzemedaillen, mehreren vierten Plätzen und zahlreichen persönlichen Bestleistungen fiel die Bilanz der LG Olympia Dortmund überaus positiv aus. Neben den sportlichen Ergebnissen überzeugten auch die gute Stimmung und der Zusammenhalt innerhalb des großen Teams. Insbesondere die jungen U16-Athletinnen und -Athleten sammelten bei ihrem ersten Auftritt auf nationaler Ebene wertvolle Erfahrungen. Bereits in zwei Wochen kehrt die LG Olympia Dortmund in den Sportpark Lohrheide zurück. Dann werden an gleicher Stelle die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen ausgetragen.


#lgolympia

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